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Der Blog zum Innovationsmanagement

News, Gedanken, Tipps und Information zum Innovationsmanagement im allgemeinen und zu Open Innovation im speziellen.

Jan 26
2009

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Hochschule Harz und Süßwarenhersteller Wrigley

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Konsumgüter, Innovation, Hochschule, 2009

Frank Pfeiffer

Das Studenten wertvolle Impulse für die Entwicklung von Innovationen liefern können ist bekannt. Auch der Süßwarenhersteller Wrigley sieht die Kooperation mit Hochschulen als Chance um externe Innovationspotentiale zu integrieren und mit neuen Blickwinkeln konfrontiert zu werden. In einer Zusammenarbeit mit Wrigley haben Studenten der Hochschule Harz im Wintersemester 08/09 komplette Marketingkonzepte entwickelt.

Bereits in der Vergangenheit hatte Wrigley das kreative Potential von Studenten der Hochschule Harz schon mehrfach genutzt. Ausgangspunkt der Kooperation im letzten Jahr war der in jüngster Zeit aufkeimende Konsumtrend "LOHAS". Ein Trend der gekennzeichnet durch starke Gegensätze: Lifestyle und Genuss auf der einen Seite, Nachhaltigkeit und Gesundheit auf der anderen.

Nachdem im Oktober 2008 ein professionelles Briefing durch die Firma Wrigley an die Studierenden ausgegeben worden war, erstellten diese Zielgruppen- als auch Marktanalysen, entwickelten neue Produktideen und berieten sich über Lösungsansätze im Bereich Vermarktung sowie Distribution. Ende Januar stellten die Studenten Wrigley's Marketing-Direktor, Stefan Brehm ihre Innovationskonzepte vor. Tatsächlich waren die von den Studierenden vorgestellten Produkte so kreativ wie nie. Ideen zu supersoften Kinderkaugummi in Raupenform wurden ebenso präsentiert wie Regentropfenbonbons, gedächtnisfördernde oder verjüngende Süßwaren als auch energiespendende Bonbon-Gel-Kreationen. Dass es es eine der Produktinnovationen tatsächlich in den Einzelhandel schafft, ist nicht unwahrscheinlich. "Viele der heute vorgestellten Ideen werde ich mit in die Innovationsabteilung der Firma Wrigley nehmen und ersten 'echten' Testverfahren unterziehen", betonte Brehm.

gelesen auf: www.idw-online.de

Jan 26
2009

Österreichische Unternehmen setzen auf Innovation in der Krise

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Wirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit, Österreich, Innovationskraft, Forschung und Entwicklung, 2009

Frank Pfeiffer

Auch Österreichs innovative Unternehmen begegnen aktiv und mit verstärkten Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung der aktuellen Finanzkrise. Das zeigt die stark gestiegene Zahl an Projektanträgen, die bei der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in den letzen Wochen eingegangen sind. Mit 238 Projektanträgen (plus 14,4 Prozent) und einer eantragten Fördersumme von 98,4 Millionen Euro (plus 41 Prozent) zeigt sich Österreichs Wirtschaft gerade in der Wirtschafts- und Finanzkrise höchst aktiv in Sachen Forschung und Entwicklung.

"In der erhöhten Nachfrage nach Forschungsgeldern zeigt sich die neue strategische Ausrichtung vieler Unternehmen", so die Geschäftsführer der FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. "Anstatt die Krise durchzutauchen, verfolgt die Wirtschaft eine offensive, zukunftsgerichtete Strategie." Daher müsse gerade jetzt antizyklisch in die anwendungsorientierte und wirtschaftsnahe Forschung investiert werden, um das Innovationsniveau der Wirtschaft zu halten.

gelesen auf: www.ots.at

Jan 24
2009

future parc zeigt, wie wir morgen leben und arbeiten

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Wissenschaft, Wirtschaft, Produkte, Hochschulen, Green-IT, Deutschland, CeBIT

Frank Pfeiffer

Der wichtigste CeBIT-Treffpunkt für Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, der future parc, präsentiert sich 2009 größer und vielfältiger denn je. Unter dem Motto "Leben 2020" stellen auf rund 6 000 Quadratmetern führende Forschungseinrichtungen, Bundesministerien, Hochschulen und Unternehmen innovative High-Tech-Lösungen und technologische Visionen vor.

In Halle 9 können Besucher Produkte und Lösungen erleben, die kurz vor ihrer Marktreife stehen oder noch auf ihre große Entdeckung warten. Bereits in der Vergangenheit haben viele Themen im future parc ihr CeBIT-Debüt gefeiert, bevor sie als eigener Messeschwerpunkt gezeigt wurden. Ein Beispiel ist das Thema Green IT, das 2008 erstmals als Sonderschau präsentiert wurde und zur CeBIT 2009 als Green IT World in Halle 8 in fünffacher Größe ausgerichtet wird.

Das vernetzte Arbeiten rund um den Globus im Zeitalter der Webciety haben sich die Innovationsspezialisten des Hasso-Plattner-Instituts an der Universität Potsdam auf die Fahnen geschrieben. Gemeinsam mit ihren kalifornischen Kollegen von der "d.school" des Hasso Plattner Instituts of Design an der Stanford University im Silicon Valley wollen sie auf der CeBIT 2009 demonstrieren, wie dank digitaler Vernetzung grenzüberschreitende Teamarbeit funktioniert und unterschiedliche Zeitzonen geschickt genutzt werden. Während der gesamten Messelaufzeit werden sie eine Art Innovations-Schule betreiben, an der sich CeBIT-Besucher und Internetnutzer gleichermaßen beteiligen können. Aufgabe wird sein, neue Ideen für  Produkte und Dienstleistungen zu den Topthemen der CeBIT zu entwickeln.

gelesen auf: www.pressebox.de

Jan 24
2009

Innovative Unternehmen bauen Innovationstätigkeit aus

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Unternehmen, Maschinen- und Anlagenbau, Innovation, IHK, Forschung und Entwicklung, Elektrotechnik, Deutschland, Automobil

Frank Pfeiffer

Mit dem Innovationsreport 2008/2009 hat die IHK-Organisation erstmals eine Untersuchung zur Innovationstätigkeit deutscher Unternehmen durchgeführt. Grundlage für die aktuellen Ergebnisse sind Befragungen der IHKs bei über 500 innovationstätigen Unternehmen im Zeitraum von Mitte Oktober bis Ende November 2008. Die Antworten verteilen sich schwerpunktmäßig auf die Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Automobil, Chemie und Elektrotechnik. Diese Branchen haben einen Anteil an den gesamten privaten Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland von knapp 80 Prozent. Die wichtigsten Ergbenisse der Befragung:

Unternehmen setzen auf Innovationen und sehen die Krise als Chance
Deutschlands innovationsstarke Unternehmen haben in 2008 ihre Innovationstätigkeit ausgebaut. Auch im neuen Jahr planen sie ihre Innovationstätigkeit zu verstärken, allerdings etwas weniger dynamisch als zuletzt. 47 der Innovative Unternehmen beabsichtigen ihre Innovationstätigkeit in den nächsten 12 Monaten weiter zu steigern. Sie sehen in der Wirtschaftskrise auch die Chance, ihre Wettbewerbsposition mittel- bis langfristig ausbauen zu können.

Mehr Ausgaben für Forschung und Entwicklung
Um die Innovationsaktivitäten auszubauen, steigern die Unternehmen ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung. 42 Prozent der innovationstätigen Unternehmen beabsichtigen, ihre FuE−Mittel anzuheben. In diesem wird auch die Zahl der Einstellungen von FuE-Personal in den nächsten Monaten weiter zunehmen. Dem entgegen steht, dass der Mangel an Fachkräften neben einer übermäßigen Bürokratie am Standort Deutschland, dass größte Innovationshemmnis bleibt.

"Stiefkind" innerbetriebliche Innovationsmanagement
Viele Unternehmen, insbesondere KMU, verfolgen noch kein systematisches Innovationsmanagement, weshalb viele Innovationspotentiale innerhalb und erst recht außerhalb der eigenen Organisation ungenutzt bleiben.

Innovationspolitik der letzten Jahre kommt bei den Unternehmen an
Die aktuelle Innovationspolitik der verschiedenen politischen Ebenen sehen die Unternehmen neutral bis positiv. Dabei schneiden die Bundes- als auch die Landesebene deutlich besser ab als die europäische Innovationspolitik.

Die komplette Fassung des Innovationsreport 2008/2009 der IHKs als PDF-Dokument finden Sie hier.

Jan 24
2009

Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen startet Ideenwettberb

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Ideenwettbewerb

Frank Pfeiffer

Die Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen hat ihren dritten Ideenwettbewerb gestartet. Gesucht werden innovative Konzepte zur Energieeinsparung, zu erneuerbaren Energien und zum rationellen Energieeinsatz. 

Um ein möglichst breites Ideen-Spektrum zu gewinnen, sind wie in den Jahren zuvor sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und Institutionen wie Schulen, Forschungseinrichtungen oder Vereine aufgerufen, Konzepte und Projektvorschläge einzureichen. Voraussetzung ist, dass die Projekte noch nicht abgeschlossen sind.

Insgesamt wurden 10 000 Euro ausgelobt. Die Stiftung teilt den Gesamtbetrag unter den Projektanträgen auf, deren Realisierung am wahrscheinlichsten ist. Die Förderung je Einzelvorhaben ist jedoch auf maximal 5 000 Euro begrenzt. Ziel ist, die Umsetzung der Projekte noch in diesem Jahr zu beginnen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.klimastiftung-thueringen.de

Jan 21
2009

Textilien, die auch unter Wasser trocken bleiben

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Wissenschaftler, Deutschland

Frank Pfeiffer

Stellen Sie sich vor, Sie steigen nach dem Schwimmen oder Baden aus dem Wasser und die Badehose oder der Badeanzug ist sofort wieder vollkommen trocken. Problemlos lassen sich dann die Badesachen in die Tragetasche packen, ohne dass die darin liegende Zeitung feucht wird. Sagen Sie nicht, das sei unmöglich. Wissenschaftler der Universität Zürich haben tatsächlich Textilien entwickelt, die 100prozentig wasserabweisend sind.

Der neuartige Stoff aus dem Nanotechnik-Labor sei monatelang unter Wasser getaucht worden, berichtet der aus Deutschland stammende Professor für Chemie Stefan Seeger. Trotzdem sei er kein bisschen nass geworden. Aus dem welteweit wasserabweisendsten Material lassen sich nicht nur trocken bleibende Schwimmanzüge herstellen lassen. Auch für Zelte, Industrietextilien sowie die Abdeckung von Flachdächern ist er ideal geeignet. Und auch eine Umsetzung der Erkenntnisse in der Bekleidungsindustrie sei bereits in greifbarer Nähe, da das Material eine hohe Atmungsaktivität aufweist.

gelesen auf: www.welt.de

Jan 19
2009

Bosch lanciert Innovationsportal für Anwender

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Produktentwicklung, Lösungen, Kunde, Kreativität, Innovationsprozess, Innovationsportal, Ideen, Erfindungen, Elektrowerkzeuge, Bosch

Frank Pfeiffer

Mit einem eigenen Innovationsportal will auch Bosch die Innovationspotentiale der Kunden und Anwender für die Produktentwicklung nutzen. Durch die interaktive Website www.bosch-pt-innovation.de erhalten Verwender von Elektrowerkzeugen erstmals die Möglichkeit, aktiv am Innovationsprozess von Bosch Power Tools Teil zu nehmen. Über das Innovationsportal hat jeder Kunde / Anwender von Elektrowerkzeugen die Chance, seine konkreten Verbesserungsideen, Lösungen, Konzepte, Erfindungen, Schutzrechtsanmeldungen und Schutzrechte einzureichen. Zur Registrierung sind nur wenige Angaben erforderlich.

Der Vertrauensvorschuss gegenüber Bosch basiert auf klaren, in den Nutzungsbedingungen niedergelegten, Rahmenbedingungen. Die Rechte an jeder Idee bleiben beim Erfinder. Ein spezialisiertes Innovationsteam prüft alle eingehenden Vorschläge und gibt diese gegebenenfalls an die zuständigen Experten weiter. Voraussetzung für die Berücksichtigung einer Idee ist, dass sie neu, relevant für den Markt und technisch realisierbar ist. Auch sollte sie sich in das bestehende Produktprogramm von Bosch Power Tools einfügen oder dieses sinnvoll ergänzen. Besteht konkretes Interesse an einem Konzept, so nimmt Bosch direkt Kontakt mit dem Ideengeber auf.

“Mit dem neuen Portal können all die Ideen, die uns heute eher zufällig per Mail, Post oder Anruf erreichen, systematisch erfasst und effizient weiter verfolgt werden”, sagt Armin Czeppel, Innovations-Manager bei Bosch Power Tools. “Das Potenzial an Innovatoren umfasst Millionen von Verwendern. Pro Jahr geben heute schon beispielsweise rund 3 000 Anrufer bei unserer Hotline konstruktive Anregungen zu Elektrowerkzeugen. Wenn wir nur einen Teil der Anrufer motivieren können, diese Ideen konkret zu beschreiben oder mögliche Lösungen in das Portal zu stellen, sind wir wieder einen Schritt weiter bei der kundennahen Produktentwicklung”.

gelesen auf: ie-magazin

 

Jan 19
2009

Die Community denkt mit. Wie der Autobauer Fiat die Potentiale seiner Kunden nutzt.

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Kunde, Ideen, Community, Automobilindustrie, Automobil

Frank Pfeiffer

Mit seiner virtiuellen Plattform zum Fiat 500 (www.fiat500.de) zeigt der italienische Autobauer FIAT wie Kunden über eine Online-Community in die frühen Phasen der Innovationsentwicklung integriert werden können. Lange bevor das neue Modell des 500 auf den Markt kam, bot der italienische Konzern seinen Kunden, die Möglichkeit eigene Ideen für das Design und das Interieur zu entwickeln und damit aktiv an der Entwicklung teilzunehmen.

Viele Vorschläge kamen von Kundenseite, wovon eingige auch in die spätere Werbekampagne einflossen. Neben konkreten Ideen und Wünschen konnte Fiat aus den Informationen auch individuelle Vorlieben ableiten, wie z.B. welche Form des Auspuff von den Fans bevorzugt wird. Zusätzliche Elemente wie ein mit einer italienischer Flagge versehener Außenspiegel flossen ebenfalls auf Vorschlag von Kunden indas Produktdesign mit ein.

Durch die Interaktion mit den Kunden und die daraus resultierende starke Orientierung an den Bedürfnissen, gelang es Fiat das Risiko eines Produktflopps zu reduzieren. Schon vor Markteinführung begeisterte sich eine große Gruppe potentieller Kunden für den neuen 500, der damit überascht, dass er viele Details enthält, die sich Fiat-Fans tatsächlich wünschten.

Jan 16
2009

IBM erneut Spitzenreiter bei Patenten

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Unternehmen, Schutz geistigen Eigentums, Patente, Innovation, Ideen, IBM, Erfindungen, Deutschland

Frank Pfeiffer

Zum ersten Mal in der Geschichte des amerikanischen Patentrechts hat IBM als erstes Unternehmen in einem Jahr mehr als 4000 US-Patente zugesprochen bekommen.

Das US-Patentamt hat IBM im vergangenen Jahr 4186 Patente bewilligt, 33 Prozent mehr als 2007. Damit hat IBM als erstes Unternehmen in einem Jahr mehr als 4000 Patente zugesprochen bekommen. Das geht aus Zahlen hervor, die IFI Patent Intelligence jetzt veröffentlicht hat. Damit konnte IBM 2008 wieder mehr Patente erfolgreich einreichen wie Microsoft, Sony, Samsung und Intel - und belegt zum 16. Mal in Folge den ersten Platz auf der US-Patentliste.

Parallel dazu veröffentlichte IBM im letzten Jahr über 1500 technische Neuerungen ohne Patentschutz und kündigte an, diese Zahl im kommenden Jahr zu verdoppeln. Bis zu 3000 neue Erfindungen sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Unternehmen will so Innovationen fördern, die den Aufbau einer neuen, "smarten" Infrastruktur ermöglichen. Für IBM ist diese Balance aus offener Innovation und dem Schutz geistigen Eigentums ein wesentliches Element ihrer Führungsrolle bei der Entwicklung führender IT-Produkte und Services.

Die Forschungsabteilung von IBM kündigte weiter an, sich an einem Projekt zur Verbesserung der Patentqualität zu beteiligen. IT-gestützte Analysemethoden und Statistik sollen dazu beitragen, eine Bewertung von Patenten zu ermöglichen. Auf dieser Basis kann dann ein sogenannter Patent Quality Index erstellt werden, mit dessen Hilfe Bewerber, Patentbeamten und die Öffentlichkeit Patente objektiv bewerten können. Von dem Projekt erhoffen sich die Beteiligten, die in den letzten Jahren stark gestiegene Anzahl minderwertiger Patentanträge und Patente zu senken.

Hinter IBM in der Liste der Patentanmeldungen laut IFI Samsung mit 3515 Patenten, Canon (2114) und Microsoft (2030). Insgesamt hat das US Patent and Trademark Office (USPTO) vergangenes Jahr 157.714 Patente ausgestellt und damit das Vorjahresergebnis von 157.284 knapp übertroffen. Die Wirtschaftskrise hat laut IFI die Zahl der vergebenen Patente in den USA bisher nicht negativ beeinflusst.

Immer mehr US-Patente werden von nicht amerikanischen Firmen eingereicht. 23 Prozent aller 2008 genehmigten Patente stammen von japanischen Unternehmen, 6 Prozent von deutschen und 5 Prozent von südkoreanischen. "Viele der weltgrößten Konzerne weisen dem Schutz ihres intellektuellen Eigentums einen immer größeren Stellenwert zu", sagte Darlene Slaughter, Geschäftsführerin von IFI Patent Intelligence. "Diesen Trend beobachten wir in den USA und im Ausland, vor allem in Japan, Südkorea, Taiwan, Deutschland und anderen europäischen Staaten." Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei die Sicherung von Patenten sehr wichtig, um dem Inhaber Vorteile gegenüber Mitbewerbern zu sichern.

Jan 16
2009

OECD Studie: Trend geht zu offenen Innovationsstrukturen in globalen Netzwerken

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Studie, Produkte, Pharma, Open Innovation, OECD, Luftfahrt, Kunde, Konsumgüter, Innovationsnetzwerk, Hochschulen, Forschung und Entwicklung, Elektronik, Deutschland, Chemie, Automobilindustrie

Frank Pfeiffer

In einer aktuellen Studie zu Open Innovation im globalen Umfeld kommt die OECD und Experten verschiedener Länder zum Ergebnis, dass neue Produkte und Dienstleistungen zu kreieren, für Unternehmen immer teurer und gleichzeitig riskanter wird. Befragt wurden 59 Unternehmen aus zwölf Ländern (Belgien, Deänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Japan, Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweiz und Russland), wobei der Schwerpunkt auf Großunternehmen mit Hightech-Fokus lag. Neue und alte Erkenntnisse der Wissenschaft zum Innovationsmanagement geben einen Überblick zum Themenfeld Open Innovation und runden die Studie ab.

Seit Mitte der 1980er, und in der letzten Dekade besonders stark, gehen immer mehr Unternehmen dazu über zum Zeck der Innovation zu kooperieren. Produktionsbetriebe und Dienstleister werden nach der Studie ihr Angebot künftig noch stärker in Kooperation mit ihren Zulieferern und Kunden und entwickeln.

Gleichzeitig belegt die Studie aber auch, dass die Bereitschaft der Unternehmen mit ihren Kunden zusammen zu arbeiten, aktuell im internationalen Vergleich recht unterschiedlich ausgeprägt ist: In Finnland beträgt die Quote 93 %, in Spanien 23 %. Deutschland liegt mit 51 % im Mittelfeld.Zur Spitzengruppe zählt Deutschland, wenn es um Partnerschaften mit Hochschulen geht: 53 % der Unternehmen haben bereits entsprechende Erfahrungen gemacht. Andere öffentliche und private Forschungseinrichtungen sowie Zulieferer und Konkurrenten spielen als FuE-Partner derzeit nur eine Nebenrolle.

"offene Innovation" ist nach den Ergebnissen der Studie für die meisten der Befragten bisher lediglich ein zusätzliches Geschäft. Fast drei Viertel der Unternehmen investieren rund 80 % ihres gesamten FuE-Etats in hausinterne Tätigkeiten, insbesondere aus Angst im Hinblick auf den Schutz vielversprechender Neuentwicklungen. Der Grad der Offenheit den Unternehmen im Innovationsprozess verfolgen, hängt von diversen Faktoren ab: z.B. Bedeutung / Potential der zu entwickelnden Technologie, Unternehmensgröße und Charakteristika der Industrie.

Die Dynamik des Wissens, die kurzen technologischen Lebenszyklen, der globale Wettbewerb zwingen einige Branchen besonders stark zur "offenen Innovation". Betroffen nach Studie der OECS sind vor allem Telekommunikation, Elektronik, Pharma und Chemie. Die Fahrzeugindustrie, die Luftfahrt und die Produzenten schnelllebiger Konsumgüter geraten laut OECD aber ebenfalls verstärkt unter Druck.

Die Globalisierung hat die Anzahl möglicher Partner für deutsche Unternehmen drastisch erhöht. Noch konzentrieren sich die FuE-Investitionen Deutschlands gemäß der Studie auf die USA, die EU und Japan. Doch es wäre ein Fehler in diesen Zusammenhang zukünftig nicht das Potential von China, Indien und Russland zu nutzen. Mit ihren relativ gut entwickelten Bildungssystemen produzieren China, Indien und Russland zahlreichen wissenschaftlichen Nachwuchs bei niedrigen Löhnen. In 2006 gab es laut OECD in China bereits 1,2 Mio. Forscher, in der ganzen EU waren es 1,3 Mio.

Knapp 70 % der befragten Unternehmen beabsichtigten daher, mehr FuE-Aktivitäten ins Ausland - und insbesondere in diese Länder - zu verlagern. Vor allem internationale Konzerne verfolgen eine radikale Strategie der Internationalisierung von F&E, wobei die Nähe zu wichtigen Märkten und ausgelagerten Produktionsstätten als entscheidend bewertet wird.

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Autoren

Jörg Walter

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TMG Karlsruhe

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Carmen Siegeler 

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Carmen Siegeler

Joachim Raida

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