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Der Blog zum Innovationsmanagement

News, Gedanken, Tipps und Information zum Innovationsmanagement im allgemeinen und zu Open Innovation im speziellen.

Tag >> Automobilindustrie
Feb 17
2009

Neue Werkstoffe - Treiber für Innovationen

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Medizintechnik, Faserverbunstoffe, Automobilindustrie, Automobil

Frank Pfeiffer

Was haben manche Bauteile im Interieur eines Automobils mit medizinischen Implantaten gemeinsam? Sie bestehen aus hochfesten Kunststoffen mit extrem glatter Oberfläche, besitzen maßgeschneiderte Funktionalität und sind äußerst präzise gefertigt.

Die Entwicklung neuer Materialien mit optimierten Eigenschaften und effizienten Verarbeitungsprozessen ist essenziell für Produktinnovationen. Chancen für maßgeschneiderte Entwicklungen eröffnen sich dabei in unterschiedlichsten Ausprägungen: z.B. thermoplastische Elastomere mit hochwertiger Haptik für den Fahrzeuginnenraum oder polymere Matrixmaterialien als Basisstruktur für künstlich hergestelltes Gewebe in der regenerativen Medizin.

Um das Einsatzspektrum neuer Materialien, z.B. Faserverbundstoffe, zu erweitern arbeiten Materialexperten aus der Automobilindustrie mit Experten aus dem Medizintechnik-Sektor zusammen. Diesen branchen- und technologieübergreifenden Ansatz unterstützt das jährliche Symposium Material Innovativ, das in 2009 bereits zum achten Mal ausgerichtet wird. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr aktuelle Trends und Entwicklungen für den Einsatz Neuer Werkstoffe, insbesondere technischer und faserverstärkter Kunststoffe, in den Branchen Automobilbau und Medizintechnik.

Feb 16
2009

Automatisiertes Verbinden von Aluminium und Stahl jetzt möglich

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Stahl, Schweißen, Österreich, Material, Innovation, Automobilindustrie, Aluminium

Frank Pfeiffer

Österreichs Staatspreis Innovation wurde diese Woche an das KMU Fronius verliehen. Der in Oberösterreich ansässige Familienbetrieb wurde damit für seine bahnbrechenden Innovation im Automobilbau ausgezeichnet.

Fronius entwicklete ein Verfahren, mit es erstmal im Bereich des Automobil-Leichtbaus ein automatisiertes Verbinden von Aluminium und Stahl möglich ist. Durch die Entwicklung des weltweit neuartigen Systems (DeltaSpot) revolutioniert Fronius das Verfahren der Wiederstandspunktschweißung und öffnet damit dem Material Aluminium eine größere Verwedung im Automobilbau.

Jan 19
2009

Die Community denkt mit. Wie der Autobauer Fiat die Potentiale seiner Kunden nutzt.

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Kunde, Ideen, Community, Automobilindustrie, Automobil

Frank Pfeiffer

Mit seiner virtiuellen Plattform zum Fiat 500 (www.fiat500.de) zeigt der italienische Autobauer FIAT wie Kunden über eine Online-Community in die frühen Phasen der Innovationsentwicklung integriert werden können. Lange bevor das neue Modell des 500 auf den Markt kam, bot der italienische Konzern seinen Kunden, die Möglichkeit eigene Ideen für das Design und das Interieur zu entwickeln und damit aktiv an der Entwicklung teilzunehmen.

Viele Vorschläge kamen von Kundenseite, wovon eingige auch in die spätere Werbekampagne einflossen. Neben konkreten Ideen und Wünschen konnte Fiat aus den Informationen auch individuelle Vorlieben ableiten, wie z.B. welche Form des Auspuff von den Fans bevorzugt wird. Zusätzliche Elemente wie ein mit einer italienischer Flagge versehener Außenspiegel flossen ebenfalls auf Vorschlag von Kunden indas Produktdesign mit ein.

Durch die Interaktion mit den Kunden und die daraus resultierende starke Orientierung an den Bedürfnissen, gelang es Fiat das Risiko eines Produktflopps zu reduzieren. Schon vor Markteinführung begeisterte sich eine große Gruppe potentieller Kunden für den neuen 500, der damit überascht, dass er viele Details enthält, die sich Fiat-Fans tatsächlich wünschten.

Jan 16
2009

OECD Studie: Trend geht zu offenen Innovationsstrukturen in globalen Netzwerken

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Studie, Produkte, Pharma, Open Innovation, OECD, Luftfahrt, Kunde, Konsumgüter, Innovationsnetzwerk, Hochschulen, Forschung und Entwicklung, Elektronik, Deutschland, Chemie, Automobilindustrie

Frank Pfeiffer

In einer aktuellen Studie zu Open Innovation im globalen Umfeld kommt die OECD und Experten verschiedener Länder zum Ergebnis, dass neue Produkte und Dienstleistungen zu kreieren, für Unternehmen immer teurer und gleichzeitig riskanter wird. Befragt wurden 59 Unternehmen aus zwölf Ländern (Belgien, Deänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Japan, Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweiz und Russland), wobei der Schwerpunkt auf Großunternehmen mit Hightech-Fokus lag. Neue und alte Erkenntnisse der Wissenschaft zum Innovationsmanagement geben einen Überblick zum Themenfeld Open Innovation und runden die Studie ab.

Seit Mitte der 1980er, und in der letzten Dekade besonders stark, gehen immer mehr Unternehmen dazu über zum Zeck der Innovation zu kooperieren. Produktionsbetriebe und Dienstleister werden nach der Studie ihr Angebot künftig noch stärker in Kooperation mit ihren Zulieferern und Kunden und entwickeln.

Gleichzeitig belegt die Studie aber auch, dass die Bereitschaft der Unternehmen mit ihren Kunden zusammen zu arbeiten, aktuell im internationalen Vergleich recht unterschiedlich ausgeprägt ist: In Finnland beträgt die Quote 93 %, in Spanien 23 %. Deutschland liegt mit 51 % im Mittelfeld.Zur Spitzengruppe zählt Deutschland, wenn es um Partnerschaften mit Hochschulen geht: 53 % der Unternehmen haben bereits entsprechende Erfahrungen gemacht. Andere öffentliche und private Forschungseinrichtungen sowie Zulieferer und Konkurrenten spielen als FuE-Partner derzeit nur eine Nebenrolle.

"offene Innovation" ist nach den Ergebnissen der Studie für die meisten der Befragten bisher lediglich ein zusätzliches Geschäft. Fast drei Viertel der Unternehmen investieren rund 80 % ihres gesamten FuE-Etats in hausinterne Tätigkeiten, insbesondere aus Angst im Hinblick auf den Schutz vielversprechender Neuentwicklungen. Der Grad der Offenheit den Unternehmen im Innovationsprozess verfolgen, hängt von diversen Faktoren ab: z.B. Bedeutung / Potential der zu entwickelnden Technologie, Unternehmensgröße und Charakteristika der Industrie.

Die Dynamik des Wissens, die kurzen technologischen Lebenszyklen, der globale Wettbewerb zwingen einige Branchen besonders stark zur "offenen Innovation". Betroffen nach Studie der OECS sind vor allem Telekommunikation, Elektronik, Pharma und Chemie. Die Fahrzeugindustrie, die Luftfahrt und die Produzenten schnelllebiger Konsumgüter geraten laut OECD aber ebenfalls verstärkt unter Druck.

Die Globalisierung hat die Anzahl möglicher Partner für deutsche Unternehmen drastisch erhöht. Noch konzentrieren sich die FuE-Investitionen Deutschlands gemäß der Studie auf die USA, die EU und Japan. Doch es wäre ein Fehler in diesen Zusammenhang zukünftig nicht das Potential von China, Indien und Russland zu nutzen. Mit ihren relativ gut entwickelten Bildungssystemen produzieren China, Indien und Russland zahlreichen wissenschaftlichen Nachwuchs bei niedrigen Löhnen. In 2006 gab es laut OECD in China bereits 1,2 Mio. Forscher, in der ganzen EU waren es 1,3 Mio.

Knapp 70 % der befragten Unternehmen beabsichtigten daher, mehr FuE-Aktivitäten ins Ausland - und insbesondere in diese Länder - zu verlagern. Vor allem internationale Konzerne verfolgen eine radikale Strategie der Internationalisierung von F&E, wobei die Nähe zu wichtigen Märkten und ausgelagerten Produktionsstätten als entscheidend bewertet wird.

Autoren

Jörg Walter

Jörg Walter

TMG Karlsruhe

XING

Carmen Siegeler 

Carmen Siegeler 

TMG Karlsruhe

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Carmen Siegeler

Joachim Raida

TMG Karlsruhe

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