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Der Blog zum Innovationsmanagement

News, Gedanken, Tipps und Information zum Innovationsmanagement im allgemeinen und zu Open Innovation im speziellen.

Tag >> Ideenfindung
Jul 20
2010

Cross Industry Innovation – Brückenbau hilft bei Sportschuhentwicklung

Geschrieben von Carmen Siegeler in Innovation, Ideenfindung

Carmen Siegeler

Mit Hilfe von Brückenbauingenieuren hat Nike einen neuen Sportschuh entwickelt.
Wie kam es dazu? Die Herausforderung für Jay Meschter, Director of Innovation bei Nike, bestand darin, einen Laufschuh zu entwickeln, der so leicht und gleichzeitig so stabil wie möglich sein sollte. Inspiration erhielt Meschter in einer völlig anderen Branche - im Brückenbau. Die neue Flywire-Technologie von Nike wurde designed in Anlehnung an die Kabel von Hängebrücken.

Der neue Schuh besteht "aus dünnen Nylon-Fasern, die strategisch auf dem Obermaterial verlaufen und den Fuß stabilisieren, so dass er bei Bewegung weniger hin und her rutscht. Durch diese Methode wird das Gewicht des Schuhs beträchtlich reduziert, da das Material nur dort eingesetzt wird, wo es aus strukturellen Gründen erforderlich ist."

Siehe auch: http://www.nikebiz.com/media/beijing/features/Flywire.html

Wieder ein Beispiel dafür, dass es sich lohnen kann, über den eigenen Tellerrand zu schauen und verfügbares Wissen aus fremden Branchen zu adaptieren.

Feb 25
2010

Erfolgreiche Innovation - Bestehende Lösungen aus anderen Branchen übernehmen

Geschrieben von Carmen Siegeler in Innovation, Ideenfindung, Award

Carmen Siegeler

Statt aufwändig neue Technologien selbst zu entwickeln, hilft Open Innovation teure und langwierige Eigenentwicklungen zu vermeiden und bringt neue Ideen ins Unternehmen.

Erfolgreiche Umsetzung einer branchenfremden Lösung gelang dem Aufzughersteller Schindler. Gesucht wurde eine Alternative für die wartungsintensiven Stahlseile, an denen die Aufzugkabinen befestigt sind. Die Lösung fand ein Werkstudent bei den Aramit-Seilen, die von Bergsteigern verwendet werden.

Ein weiteres Beispiel für das Umsetzen branchenfremder Technik zeigt der Nähmaschinenhersteller Bernina. Das Problem: Je schneller der Stoff durch die Nähmaschine bewegt wird, desto weiter sind die Stiche auseinander. Bernina hat die Technik aus der Computerindustrie zur Problemlösung herangezogen. Mit Hilfe eines Sensors einer Computermaus kann beim Nähen nun die Bewegung des Stoffes erfasst und das Nähtempo angepasst werden.

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat das Potenzial der Open Innovation erkannt. Er fördert Mitarbeiter im kreativen Kopieren und verleiht jährlich intern einen „Borrow with pride"-Award. Damit werden Teams belohnt für Innovationen, die wesentlich durch die Integration von externem Wissen entstanden sind.

Okt 12
2009

Ideating

Geschrieben von Jörg Walter in Kultur, Innovationsmanagement, Ideenfindung, IBM

Jörg Walter

Wie finden Sie in Ihrem Unternehmen neue Ideen?

 

Sep 21
2009

Kreativitätsmethoden (2) – 6-3-5-Methode

Geschrieben von Jörg Walter in Kreativität, Ideenfindung, 6-3-5-Methode

Jörg Walter

Nach dem ich in meinem ersten Beitrag zur Reihe der Kreativitätsmethoden das Brainstorming vorgestellt habe geht es heute mit der sogenannten 6-3-5-Methode weiter. Diese Methode lässt sich sehr schön einsetzten, wenn kein Moderator vorhanden ist. Komplexe Frage- und Problemstellungen sind hiermit jedoch schwierig zu bewerkstelligen.

Woher kommt denn nun der Name? Ganz einfach: 6 Personen produzieren jeweils 3 Ideen in 5 Minuten. Im Gegensatz zum Brainstorming, das sehr interaktiv ist und von der Dynamik lebt, findet die 6-3-5-Methode in einer eher ruhigen Atmosphäre statt, indem vorbereitete Formblätter verwendet werden. Benötigt wird eine Tabelle mit 6 Zeilen (für die beteiligten Personen) und 3 Spalten (für die Ideen) und zwar für jeden Teilnehmer.

Eine sehr einfache Version dieses Formblattes finden Sie hier: 

Wie beim Brainstorming ist auch hier die Fragestellung sehr wichtig. Mit einer guten Aufgabenbeschreibung erhalten Sie bessere Ergebnisse.

Im ersten Schritt schreibt jeder Teilnehmer 3 Ideen in die erste Zeile seines Formblattes. In jede Spalte wird hierzu eine Idee eingetragen. Hierfür stehen 5 Minuten zur Verfügung. Nach Ablauf der Zeit wird das Blatt im Uhrzeigersinn weitergereicht, so dass man nun die 3 Idee seines Vorgängers sieht. Wieder stehen 5 Minuten zur Verfügung um daraus neue Ideen, Abwandlungen, Weiterentwicklungen oder Kombinationen zu entwickeln. Am Ende der Frist wird das Formblatt erneut weitergereicht.

Dies geschieht so lange, bis alle Teilnehmer auf jedem Formblatt ihre Ideen hinterlassen haben und die Blätter voll sind. Im Idealfall hat man nun also 108 Ideen (6 Blätter mit jeweils maximal 18 Ideen).  Die Erfahrung zeigt, dass in den letzten Runden die 5 Minuten nicht mehr ausreichend sind, da sehr oft Ideen weiterentwickelt werden und dies dann einfach etwas mehr Zeit benötigt. Seien sie flexibel und geben sie den Teilnehmern etwas mehr Zeit!

Zur Auswertung der Ergebnisse gibt es verschieden Methoden. Zunächst werden alle Ideen noch einmal laut vorgelesen, so dass sie allen Teilnehmern bekannt sind. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, dann die Formblätter an Pinwände zu befestigen und durch die Teilnehmer mit Klebepunkten bewerten zu lassen. Jeder erhält 10-15 Klebepunkte (abhängig von der Anzahl der Ideen) und kann damit seine Favoriten auf der Pinwand markieren. Kumulieren ist verboten! Eine andere Variante ist, die Blätter unter den Teilnehmern herumzureichen. Jeder hat dann die Möglichkeit die 3 besten Ideen pro Blatt zu markieren.

Bei beiden Vorgehensweisen ergibt sich somit eine priorisierte Liste an Ideen, die in weiteren Schritten ausgearbeitet, detailliert oder weiter kombiniert werden können.

Für die 6-3-5-Methode benötigen Sie ca. 45-60 Minuten, abhängig davon wie aufwändig Sie die Diskussion und Auswertung der Ideen gestalten. Zusätzlich zu den Formblättern halte ich immer weitere Blätter bereit, als Ideenspeicher für überzählige Ideen.

Auch hier gilt wieder: Legen Sie los und sammeln Sie Ideen!

Sep 04
2009

Goldene Regeln bei der Anwendung von intuitiven Kreativitätstechniken

Geschrieben von Jörg Walter in Kreativitätstechniken, Innovationsmanagement, Ideenfindung, Goldene Regeln

Jörg Walter

Bevor ich in den folgenden Beiträgen näher auf die einzelnen Kreativitätstechniken eingehe, möchte ich vorab noch mal über einige goldenen Regeln sprechen, die aus beachtet werden sollten, wenn solche Techniken und Methoden in Unternehmen eingesetzt werden. Gerade dann,  wenn Mitarbeiter nicht gewohnt sind in solchen kreativen Prozesse zu arbeiten und zu denken ist es sinnvoll sich entsprechend vorzubereiten. Im Folgenden nun einige nützliche Tipps und Regeln, die es zu beachten gilt.

  1. Jede Idee, die genannt wird ist gut, erlaubt und brauchbar
    Es gibt keine schlechten Ideen. Je spontaner, abwegiger, kreativer, desto besser
  2. Ideen werden nicht gleich bewertet
    Der Lauf des Prozesses und die spontane Assoziation sollen nicht unterbrochen werden. Eine Bewertung erfolgt erst später.
  3. Ideen dürfen immer beliebig erweitert, modifiziert und umgestaltet werden
    Gerade daraus entstehen oft neue Blickwinkel und Wendungen, die eine wirkliche Innovation hervorbringen.
  4. Quantität geht vor Qualität
    Je mehr Ideen genannt werden, desto besser. Das Bewerten und Aussortieren der Ideen findet später statt.
  5. Haben Sie alle Utensilien verfügbar
    Sorgen Sie dafür, dass alle notwendigen Materialien und Utensilien vor Ort verfügbar und funktionstüchtig sind (Flipchart mit Papier; Stifte in verschiedenen Farben und funktionierend; Pinwand mit Papier,...). Nichts ist störender als, wenn währen der Session das Papier ausgeht oder die Stifte nicht mehr brauchbar sind.
  6. Planen Sie genügend Zeit und Puffer ein
    Einer der Hauptengpässe in den Unternehmen ist die Zeit. Es ist wichtig, dass alle am Prozess beteiligten während des gesamten Kreativitätsprozesses vor Ort sind. Planen Sie genügend Pufferzeiten ein, damit alle von Beginn an dabei sein können und am Ende nicht wegen eines Anschlusstermines auf die Uhr schauen.
  7. Bereiten Sie das Team auf den Prozess vor
    Gerade in Unternehmen, die sehr technisch geprägt sind fällt es den Mitarbeitern oft schwer sich auf einen kreativen Prozess ohne sofortige Bewertung einzulassen. Sprechen Sie vorab mit allen Beteiligten und erklären Sie genau was passieren soll.
  8. Seien Sie kreativ bei den Kreativitätstechniken
    Variieren Sie die Methoden je nach Anwendungsfall und Häufigkeit der Anwendung. Nichts ist langweiliger, als das gleiche Thema mit der gleichen Methode und dem gleichen Team zum dritten Mal zu beleuchten. In der Regel werden auch keine neuen Ideen mehr auftauchen.
  9. Geben Sie Feedback
    Alle am Prozess beteiligten haben das Recht zu erfahren, was aus Ihren Ideen geworden ist und wie es damit weitergeht. Überlegen Sie sich vorher, wie Sie diese Rückmeldung organisieren möchten.
Aug 17
2009

Kreativitätsmethoden in der Praxis

Geschrieben von Jörg Walter in Kreativitätsmethode, Innovationsmanagement, Innovation, Ideenfindung

Jörg Walter

In der frühen Phase des Innovationsprozesses geht es darum möglichst viele Ideen für eine bestimmte Problemstellung zu finden. Der allseits bekannte „Trichter" soll möglichst weit geöffnet werden. Eine Fülle von Ideen soll generiert werden. Und vielleicht ist sogar die ein oder andere ungewöhnliche Lösung dabei, die einen Wettbewerbsvorsprung ermöglicht.

Wie kann man das nun bewerkstelligen? Neben Methoden aus der Open Innovation wie z.B. Ideenwettbewerbe oder Lead-User-Integration existieren natürlich noch weitere Techniken, die es ermöglichen viele Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu finden: die Kreativitätsmethoden.

Grundsätzlich lassen sich die Kreativitätsmethoden in drei Gruppen unterteilen:

  1. Intuitive Methoden
    Diese Methoden zielen darauf ab gewohnte Denkmuster zu verlassen, sich von der Gruppe inspirieren zu lassen und neue Assoziationen zu finden. Der bekannteste Vertreter dieser Methoden ist wohl das Brainstorming.
  2. Diskursive Methoden
    Die diskursiven Methoden folgen immer einem klaren Schema und Prozess. Probleme werden sehr analytisch angegangen. Eine der wichtigsten diskursiven Methoden ist der morphologische Kasten.
  3. Kombinationen
    Bei kombinierten Methoden werden Elemente der beiden erst genannten Gruppen kombiniert. Einem eher kreativen, assoziativen Teil folgt in der Regel eine analytische Ausarbeitung. Die Walt-Disney-Methode ist ein bekanntes Beispiel hierfür.

 

Ich werde ab sofort hier im Blog in einer losen Reihe mehrere dieser Kreativitätsmethoden vorstellen und erläutern. Wie können sie in der Praxis angewandt werden? Was sind ihre Stärken? Wo liegen die Grenzen?

Beginnen werde ich in kürze mit dem Brainstorming, da das wohl die geläufigste Methode ist. Lassen Sie sich überraschen.

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Jörg Walter

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Carmen Siegeler 

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Joachim Raida

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