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Der Blog zum Innovationsmanagement

News, Gedanken, Tipps und Information zum Innovationsmanagement im allgemeinen und zu Open Innovation im speziellen.

Tag >> Innovation
Jul 20
2010

Cross Industry Innovation – Brückenbau hilft bei Sportschuhentwicklung

Geschrieben von Carmen Siegeler in Innovation, Ideenfindung

Carmen Siegeler

Mit Hilfe von Brückenbauingenieuren hat Nike einen neuen Sportschuh entwickelt.
Wie kam es dazu? Die Herausforderung für Jay Meschter, Director of Innovation bei Nike, bestand darin, einen Laufschuh zu entwickeln, der so leicht und gleichzeitig so stabil wie möglich sein sollte. Inspiration erhielt Meschter in einer völlig anderen Branche - im Brückenbau. Die neue Flywire-Technologie von Nike wurde designed in Anlehnung an die Kabel von Hängebrücken.

Der neue Schuh besteht "aus dünnen Nylon-Fasern, die strategisch auf dem Obermaterial verlaufen und den Fuß stabilisieren, so dass er bei Bewegung weniger hin und her rutscht. Durch diese Methode wird das Gewicht des Schuhs beträchtlich reduziert, da das Material nur dort eingesetzt wird, wo es aus strukturellen Gründen erforderlich ist."

Siehe auch: http://www.nikebiz.com/media/beijing/features/Flywire.html

Wieder ein Beispiel dafür, dass es sich lohnen kann, über den eigenen Tellerrand zu schauen und verfügbares Wissen aus fremden Branchen zu adaptieren.

Jun 07
2010

Zitat des Fraunhofer-Chef Bullinger: "Firmen müssen sich radikal verändern"

Geschrieben von Carmen Siegeler in Innovation, Fraunhofer-Institut

Carmen Siegeler
Vielen deutschen Unternehmen fehlt die Fantasie und der unbeugsame Siegeswille um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, klagt Fraunhofer-Präsident Hans-Jörg Bullinger.

Im Handelsblatt-Interview verrät er, wie Unternehmen auf dem Weltmarkt innovativer werden können.

Einige interessante Zitate aus dem Interview:

  • Wettbewerbsvorsprünge hängen eben nicht nur von unseren brillanten Erfindungen ab, sondern davon, ob wir überlegene Geschäftsmodelle haben.
  • Der Kunde will heute eine Gesamtlösung mit Zusatznutzen. Mit dem Produkt wird immer mehr Emotion verkauft. Selbst Maschinenbauer beschäftigen heute Designer, die über Farbkonzepte und Formen ihrer Maschinen nachdenken.
  • Zu einer guten Innovationskultur aber gehören Vertrauen, Freiheit und Offenheit.
  • Zu den Erfolgreichen gehört nur, wer Innovation besser managt. Entwicklung und Marketing müssen viel enger zusammenwachsen.
  • Unternehmen müssen generell bereit sein, Wertschöpfungstiefe abzugeben - auch in der Forschung und Entwicklung. Stichwort: Open Innovation.


Das vollständige Interview ist zu lesen unter:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/specials/_b=2589331,_p=755,_t=ftprint,doc_page=0;printpage

 

Apr 27
2010

nachhaltig:innovativ - Das Deutsch-Brasilianische Wissenschaftsjahr

Geschrieben von Carmen Siegeler in Wissenschaft, Innovation

Carmen Siegeler

"nachhaltig:innovativ" - unter diesem Motto finden im Rahmen des Deutsch-Brasilianischen Jahr der Wissenschaft, Technologie und Innovation 2010/11 zahlreiche Aktivitäten in beiden Ländern statt. Das Ziel ist, neue Impulse zu setzen für die Wirtschafts- und Forschungskooperation beider Länder.

Die Schwerpunkte der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung, Entwicklung und Technologie liegen bisher in der Ressourcen- und Umweltforschung. Dies soll nun auf andere Innovations- und Technologiethemen ausgeweitet werden. Gleichzeitig sollen auch Unternehmen noch mehr eingebunden werden, um Zukunftsmärkte zu erschließen. 

Weitere Informationen finden Sie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung unter http://www.hightech-strategie.de/de/1831.php

 

 

Apr 15
2010

World Intellectual Property Day am 26.4.2010

Geschrieben von raida in Patent, Innovation

raida

Wußten Sie schon, dass das weltweite Patentwesen sich jährlich am 26.4. selbst feiert? Die World Intellectual Property Organization (WIPO) hat den Tag im Jahre 2001 eingeführt, um die vielen Innovatoren und Erfinder in unserer Welt zu ehren, die die Entwicklung und Veränderung unserer Gesellschaft mit Ihren Ideen und den resultierenden Innovationen aktiv mitgestalten. Es wurde der 26.4. gewählt, weil an diesem Tag im Jahre 1970 die WIPO gegründet wurde.

Interessant ist, dass der Tag jedes Jahr unter einem neuen Motto steht:

  • 2001 - Creating the Future Today
  • 2002 - Encouraging Creativity
  • 2003 - Make Intellectual Property Your Business
  • 2004 - Encouraging Creativity
  • 2005 - Think, Imagine, Create
  • 2006 - It Starts With An Idea
  • 2007 - Encouraging Creativity
  • 2008 - Celebrating innovation and promoting respect for intellectual property
  • 2009 - Green Innovation
  • 2010 - Innovation - Linking the World

Das diesjährige Motto finde ich besonders schön, da es impliziert, dass das Ganze mehr ist als die Summe der Teile. Genau dies trifft auch für Open Innovation zu - so let's link together.

Apr 07
2010

Open "Interface" Innovation: StreetScooter der RWTH Aachen

Geschrieben von raida in RWTH, Netzwerk, Kooperation, Innovation, Aachen

raida

In einem kurz zurückliegenden Blog wurde schon vom Campus Projekt auf dem Gelände der RWTH Aachen berichtet. Ein bereits gestartetes, sehr ehrgeiziges Projekt ist der "StreetScooter", ein völlig neu entwickeltes, preiswertes Elektromobil-Konzept für den urbanen Verkehr. Bemerkenswert ist, dass nicht nur die technische Entwicklung, sondern auch eine Kleinserien-Fertigung direkt durch die Hochschule in Kooperation mit zahlreichen mittelständischen Unternehmen erfolgen soll (bislang unterstützen17 Unternehmen das Projekt). Langfristiges und erklärtes Ziel ist die Großserienfertigung - unabhängig von etablierten Automobilherstellern.

Ermöglicht werden soll dies durch intelligente, netzwerkorientierte und mittelstandsgetragene Wertschöpfungsstrukturen, die einen "virtuellen Automobilhersteller" erschaffen. In einer ersten, zwei Jahre dauernden Phase sollen zunächst die Fertigungsverfahren entwickelt werden und ein Grundtypus des Fahrzeugs als sogenannte "Innovationsplattform" entstehen. Sobald technische Machbarkeit und Produktionsfähigkeit nachgewiesen sind, sollen in einem 18-Monats-Rhythmus Fahrzeuge mit  Produktinnovationen auf den Markt gebracht werden. Aufgrund des modularen Konzept sollen innovative Technologien leicht integriert werden können. Der Modularisierungsansatz orientiert sich nicht nur an fertigungstechnischen Rahmenbedingungen, sondern auch auch an den Technologielebenszyklen sowie dem funktionalen Zusammenspiel der Komponenten.

Für die Entwicklung werden ähnliche Projektstrukturen wie in der Automobilindustrie genutzt. Besonderes Augenmerk wurde jedoch auf die Integration externer, nicht direkt mit dem Projekt verbundener Entwicklungspartner gelegt. Durch Definition und Offenlegung
bestimmter Schnittstellen innerhalb des Gesamtfahrzeugs wird eine Innovationsplattform für spätere Zusatzausrüster geschaffen. Diese entwickeln Lösungen, die später in neue Modelle einfließen oder während der Nutzung ausgetauscht werden (z.B. Multimedia-Komponenten). So können Entwicklungs- als auch Montagekosten reduziert werden. Durch die extreme Modularisierung und die dadurch klar spezifizierbaren Schnittstellen ensteht ein definiertes technisches INTERFACE, welches gezielte Ausschreibungen - z.B. im Internet - im Sinne von "Open Innovation" emöglicht. Die Aachener nennen dies "Open Interface Innovation".  Die eingereichten Lösungsvorschläge werden gesammelt und folgend von einem Konsortium bewertet. Bei Umsetzung von Ideen erfolgt eine entsprechende Vergütung.     

Persönlich bin ich sehr neugierig, ob sich StreetScooter auf dem hart umkämpften Automobilmarkt behaupten wird. Die neuartige Modulstruktur des Fahrzeuges, das innovative Kooperationsmodell sowie der frische Mut der Hochschule und der mittelständischen Unternehmen, dieses innovative Vorhaben in die Tat umzusetzen, verdienen jedenfalls großen Respekt.     

Siehe auch: Elektromobilität: Die Vision wird Wirklichkeit - Serie, Teil 8 Das Volks-Elektroauto geht an den Start

 

Apr 01
2010

Schweiz: Neue Plattform für Innovation

Geschrieben von raida in Schweiz, Plattform, Kooperation, Innovation

raida

Kürzlich hat das IFJ Institut für Jungunternehmen mit Unterstützung der Gebert Rüf Stiftung und in Partnerschaft mit Hyperweek und swissnex Boston eine neue englischsprachige Social-Media-Plattform ins Leben gerufen:  inno-swiss.com.

Die Plattform soll die internationale Präsenz der Schweiz im Bereich Innovation erhöhen und auf nationaler Ebene die Innovationsaktivitäten bündeln sowie  die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch intensivieren. 

Sie  richtet sich gleichermaßen an innovative Unternehmen und Start-ups, Investoren,  Förderstellen und Forschungsinstitute und ist in die Bereiche Information / Communication Technology, Biotech, Medtech, Cleantech, Micro/ Nano Technology, Electronics-Mechanics sowie Material-Chemicals unterteilt.

Mär 29
2010

Spielen Sie noch Bingo oder innovieren Sie schon?

Geschrieben von Jörg Walter in Video, Innovation, IBM

Jörg Walter

Zum Start der neuen Woche habe ich mal wieder einen kleinen Gedankenanstoss aus dem Hause IBM. Denken Sie bei Ihrem nächsten Innovationszirkel doch einfach mal darüber nach ob Sie gerade Buzzwordbingo spielen, oder sich wirklich der Innovation widmen.

 

 

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche!

Mär 02
2010

Mitarbeiter-Tausch: neues Wissen fürs Unternehmen

Geschrieben von Carmen Siegeler in Wissen, Innovation

Carmen Siegeler

Eine besondere Art der Kooperation sind der Markenartikler Procter & Gamble und Google eingegangen: Um kostengünstig Wissen auszutauschen haben die Unternehmen Mitarbeiter getauscht.

Ein Team von Procter & Gamble tauschte für einen Monat mit einem Team von Google. Die Teams arbeiteten direkt in Projekten mit, so dass das Wissen auch direkt umgesetzt werden konnte. Das Google-Team kümmerte sich darum, dass die Internet-Werbung für ein Waschmittel interaktiv gestaltet werden kann. Da das Wissen hierzu intern nicht vorhanden war, brachte der Tausch für Procter & Gamble Kosten- und Zeitvorteile.

Mitarbeitertausch kann also neues Anwenderwissen ins Unternehmen bringen, was in Zeiten der Einsparung durchaus eine sinnvolle Ergänzung sein kann.

Dem Thema widmet sich auch die Initiative HR2.0 der Dax und Blue Chip Unternehmen" der Stiftung der Deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung SWAB.

Feb 25
2010

Erfolgreiche Innovation - Bestehende Lösungen aus anderen Branchen übernehmen

Geschrieben von Carmen Siegeler in Innovation, Ideenfindung, Award

Carmen Siegeler

Statt aufwändig neue Technologien selbst zu entwickeln, hilft Open Innovation teure und langwierige Eigenentwicklungen zu vermeiden und bringt neue Ideen ins Unternehmen.

Erfolgreiche Umsetzung einer branchenfremden Lösung gelang dem Aufzughersteller Schindler. Gesucht wurde eine Alternative für die wartungsintensiven Stahlseile, an denen die Aufzugkabinen befestigt sind. Die Lösung fand ein Werkstudent bei den Aramit-Seilen, die von Bergsteigern verwendet werden.

Ein weiteres Beispiel für das Umsetzen branchenfremder Technik zeigt der Nähmaschinenhersteller Bernina. Das Problem: Je schneller der Stoff durch die Nähmaschine bewegt wird, desto weiter sind die Stiche auseinander. Bernina hat die Technik aus der Computerindustrie zur Problemlösung herangezogen. Mit Hilfe eines Sensors einer Computermaus kann beim Nähen nun die Bewegung des Stoffes erfasst und das Nähtempo angepasst werden.

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat das Potenzial der Open Innovation erkannt. Er fördert Mitarbeiter im kreativen Kopieren und verleiht jährlich intern einen „Borrow with pride"-Award. Damit werden Teams belohnt für Innovationen, die wesentlich durch die Integration von externem Wissen entstanden sind.

Jan 04
2010

Die innovativsten Unternehmen des Jahres 2009

Geschrieben von Jörg Walter in Unternehmen, Innovationsfähigkeit, Innovation

Jörg Walter

Das Jahr 2009 ist vorbei, geprägt von einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise mit teilweise katastrophalen Folgen für die Wirtschaft. Viele Unternehmen hatten mit starken Umsatzeinbrüchen zu kämpfen, gingen in Kurzarbeit oder mussten sogar Mitarbeiter freistellen.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation ist es jedoch wichtig sich auf die eigenen Stärken und Produkte zu konzentrieren. Mit Innovationen wird auch zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit gesichert.

Wie dies den großen Unternehmen dieser Welt gelungen ist zeigt die Liste der 50 innovativsten Unternehmen der Welt der BusinessWeek. Wie in den vergangenen Jahren auch haben die Experten der amerikanischen Wochenzeitschrift durch eine Befragung die Unternehmen entsprechend ihrer Innovationskraft aufgelistet.

Der Sieger, wie im letzten Jahr auch, ist Apple. Wenig verwunderlich. Wird doch das iPhone zwei Jahre nach seinem Markteintritt immer noch als innovatives Vorzeigeprodukt verwendet. Auf den Plätzen zwei und drei finden sich dann Google und Toyota.

In der BusinessWeek-Liste finden sich nur 3 deutsche Unternehmen, Volkswagen (höchster Neueinsteiger des Jahres), BMW und Mercedes. Also die drei großen Unternehmen einer der deutschen Schlüsselindustrien, dem Automobilbau. Insgesamt sind 14 europäische Vertreter in der Übersicht zu finden.

Zusätzlich zur Liste hat BusinessWeek einen Special Report mit Hintergrundinformationen erstellt. Oder schauen Sie doch einfach hier, was einzelne CEOs gesagt haben.

Es bleibt nun abzuwarten, was das Jahr 2010 bringt. Schauen Sie sich doch einfach mal an, was die 50 innovativsten Unternehmen der Welt ausmacht, warum sie so innovativ sind.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten und erfolgreichen Start ins neue Jahr.

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Jörg Walter

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