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Nov 26
2010

Gastbeitrag von Jens-Uwe Meyer: Kreativ trotz Krawatte – warum es Unternehmen so schwer haben, auf neue Ideen zu kommen

Erstellt von: Jens-Uwe Meyer in in Innovationsmanagement allgemein

Jens-Uwe Meyer
Unternehmen haben häufig ein Problem: Die Flut der Analyseinstrumente, der Prozesse und der festen Strukturen, die sie brauchen, um das operative Geschäft voranzutreiben, hat mittlerweile das verdrängt, was Menschen wie Walt Disney, Thomas Edison und Albert Einstein ausgezeichnet hat: Die Überzeugung ein Ziel zu verfolgen, an das Unmögliche zu glauben und Regeln zu brechen statt sie blind zu befolgen.

Was die weltweit innovativsten Unternehmen anders machen

Die weltweit innovativsten Unternehmen teilen ein Verständnis von Innovation, das herkömmliche Managementkonzepte auf den Kopf stellt: Klassische Unternehmen suchen nach Tools und Prozessen, die sie innerhalb bestehender Strukturen umsetzen können. Doch Tools und Prozesse sind kopierbar. Die dahinterstehende Kultur nicht. Nicht umsonst heißt es über Google, die „außergewöhnliche Organisationskultur" sei die „Seele des Unternehmens". Die kreative Grundeinstellung ist auch die Wurzel der kreativen und innovativen Unternehmensstrategie von Disney. Das Unternehmen hat ein eigenes Institut, dessen Ziel unter anderem darin besteht, Kreativität und Inspiration zu fördern. Und selbst der Bankkonzern HSBC betrachtet die Gruppenkultur - die einzelnen Länder und Regionen handeln praktisch unabhängig voneinander - als Wettbewerbsvorteil.

Die Ebenen einer Innovationskultur

  1. Innovation. Ohne Kompromisse.
    Können Sie sich vorstellen, dass Apple-Chef Steve Jobs eine Bühne betritt und folgenden Satz sagt? „Aufgrund des generell schwierigen Marktumfelds haben wir uns entschlossen, unsere Innovationsanstrengungen zunächst einmal zurückzustellen." Unvorstellbar. Jede Umkehr würde einem Schock gleichkommen würde.
  2. Einzigartige „magische" Werte
    „Glaube daran, dass Du die Welt verändern kannst." „Leiste jeden Tag einen Beitrag." „Radikale Ideen sind keine schlechten Ideen."
    Was klingt wie Beschwörungsformeln sind die Unternehmensgrundsätze von Hewlett Packard. Bei jeder Gelegenheit werden sie ins Bewusstsein der Mitarbeiter gebracht. Mit Grundsätzen und Philosophien wie diesen werden die Strategien des Top Managements untermauert und zu einer lebendigen Kultur weiter entwickelt.
  3. Kreative Dream Teams statt Innovationsverwaltung
    Menschen finden und so miteinander zu vernetzen, dass sie zusammen mehr erreichen als jeder von ihnen alleine - eine wesentliche Aufgabe für das Management kreativer Unternehmen. Kleine bereichsübergreifende Teams mit einer Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven, ausgestattet mit einem hohen Maß an Autonomie und klaren Zielen. Die weltweit innovativsten Unternehmen setzen auf kleine Teams, die schnell denken, schnell kommunizieren und schnell handeln.
  4. Risiko- und Experimentierkultur
    Bei Research in Motion, den Herstellern des berühmten Blackberry, gibt es die „9 von 10"-Regel: Neun Mal scheitern führt zur richtigen Idee. Der indische Tata-Konzern vergibt jedes Jahr einen Preis für eine gescheiterte Innovation. Damit will das Unternehmen Mitarbeiter ermuntern, mehr Risiken einzugehen. Statt Fehler zu vermeiden setzt Google auf das Prinzip „Schneller scheitern": Mehr Fehler in kurzer Zeit machen um aus ihnen zu lernen.
  5. Katalysatorische Führung - die neue Rolle des Managements
    „Befehl! Vorrücken!" Das alte Verhältnis zwischen Chefs und ihren Mitarbeitern war vor allem von Befehl und Gehorsam geprägt. Der Vorgesetzte ordnet an, der Mitarbeiter führt aus. Diszipliniert. Korrekt. Ohne Widerspruch. Hierarchien, die an das Militär erinnern.

Schwer vorstellbar, dass sich Ideen auf die gleiche Art und Weise erzeugen lassen. „Geistesblitze! Jetzt zünden!" Kreativität und klassisches Chef-Mitarbeiter-Denken vertragen sich nur schwer miteinander. Entsprechend sind Führungskonzepte stark im Wandel. Manager als Katalysatoren neuer Ideen sind für innovative Unternehmen extrem wichtig.

Die Herausforderung: Das Unternehmen der Zukunft schaffen

In den nächsten Jahren werden sich mehr und mehr Manager diesen Denkansätzen stellen müssen. Denn schon heute sind Ideen das wichtigste Kapital für Unternehmen. Für das Management erfordert das auf allen Ebenen ein Umdenken. Jedes Projekt, jede Arbeitsgruppe und jeder Prozess muss so gestaltet werden, dass sich Hindernisse durch kreative Lösungen schnell und unkompliziert überwinden lassen. Indem Entscheidungen schnell und unbürokratisch getroffen werden können Ideen dann dort entstehen, wo andere Unternehmen stecken bleiben.

Nov 24
2010

Ankündigung: Gastbeitrag von Jens-Uwe Meyer

Erstellt von: Jörg Walter in in Innovationsmanagement allgemein

Jörg Walter

Logo IdeeologenHeute darf ich Ihnen ein Novum im OpenInnovators.de-Blog ankündigen: Wir konnten Jens-Uwe Meyer von den Ideeologen für einen Gastbeitrag gewinnen. Die Ideeologen beschäftigen sich mit den Themen Ideenfindung und Kreativität. Hierbei werden Workshops und Beratung angeboten.

Im Gastbeitrag "Kreativ trotz Krawatte - warum es Unternehmen so schwer haben, auf neue Ideen zu kommen" wird Jens-Uwe Meyer beschreiben was eine gute Innovationskultur charakterisiert und wie sich Unternehmen aufstellen müssen um auch in Zukunft innovativ und kreativ zu sein.

Der Beitrag wird am 26. November 2010 erscheinen.

Möchten Sie auch in Zukunft Gastbeiträge hier im Blog lesen? Dann schreiben Sie uns doch einfach eine E-Mail oder posten Sie Ihre Anregungen hier als Kommentar.

Nov 22
2010

Video-Montag: Google's Culture of Innovation

Erstellt von: Jörg Walter in in Innovationsmanagement allgemein

Jörg Walter

Ein kurzer Einblick in die Innovationskultur von Google gibt Ihnen das folgende  Interview mit Nikesh Arora, einem Google-Manager.

Google ist in Deutschland mit Sicherheit eines der umstrittensten Unternehmen der Internetbranche. Nichts desto trotz ist Google ohne Zweifel innovativ und das auf eine andere Art und Weise als die meisten anderen Unternehmen. Lernen Sie hier wie Google es macht.

 

Okt 18
2010

Innovation is about connecting the dots...

Erstellt von: Jörg Walter in in Ideen & Kreativität

Jörg Walter

...das ist die Kernbotschaft von Stephen Shapiro bei seinem Vortrag auf der TEDxNASA. Wieder ein kleines Fundstück, das mir bei meinen Recherchen zur Frage "wie entstehen Innovationen?" begegnet ist.

Verbinden Sie doch diese Woche auch ein paar Punkte... 

Stephen Shapiro ist Innovationsberater und hält Vorträge zum Thema Innovation und Open Innovation. Sehr interessant ist auch sein Blog.

Okt 13
2010

TOP 100 kürt die Innovation des Jahres 2010

Erstellt von: Jörg Walter in in Zukunft & Trends

Jörg Walter

DX-Therm DeckeUnser Partner TOP 100 hat in den vergangenen Wochen die Innovation des Jahres 2010 gekürt. Zur Bewertung standen 10 Produktinnovationen der im Juli durch Lothar Späth ausgezeichneten Top-Innovatoren, also der 100 innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands. DieInnovationen kamen dabei aus den Branchen Fotovoltaik, Luftfahrt, Maschinenbau, IT, Elektrotechnik und Pharma.

Durchsetzen konnte sich in diesem Jahr die"DX-Therm Decke" der Fa. Veit Dennert KG aus Schlüsselfeld.

Die DX-Therm Decke ist  ein energiesparendes Deckenheizsystem, das auf das besonders angenehme Prinzip der Strahlungswärme setzt und besonders kostengünstig ist.

Wir gratulieren dem Gewinner und freuen uns über diese Innovation!

Okt 11
2010

Wie man zu guten Ideen kommt

Erstellt von: Jörg Walter in in Ideen & Kreativität

Jörg Walter

Bei meinen Streifzügen durch Internet bin ich wieder auf eine sehr schöne Darstellung gestoßen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

 

Steven Johnson ist ein amerikanischer Autor, der sich mit dem Thema Verknüpfung von soziologischer und technischer Entwicklung beschäftigt.

Leider habe ich das Buch "Where good ideas come from - The natural history of Innovation" noch nicht gelesen, vielleicht aber jemand unserer Leser.  Ich freue mich auf Kommentare.

Jul 20
2010

Cross Industry Innovation – Brückenbau hilft bei Sportschuhentwicklung

Erstellt von: Carmen Siegeler in in Ideen & Kreativität

Carmen Siegeler

Mit Hilfe von Brückenbauingenieuren hat Nike einen neuen Sportschuh entwickelt.
Wie kam es dazu? Die Herausforderung für Jay Meschter, Director of Innovation bei Nike, bestand darin, einen Laufschuh zu entwickeln, der so leicht und gleichzeitig so stabil wie möglich sein sollte. Inspiration erhielt Meschter in einer völlig anderen Branche - im Brückenbau. Die neue Flywire-Technologie von Nike wurde designed in Anlehnung an die Kabel von Hängebrücken.

Der neue Schuh besteht "aus dünnen Nylon-Fasern, die strategisch auf dem Obermaterial verlaufen und den Fuß stabilisieren, so dass er bei Bewegung weniger hin und her rutscht. Durch diese Methode wird das Gewicht des Schuhs beträchtlich reduziert, da das Material nur dort eingesetzt wird, wo es aus strukturellen Gründen erforderlich ist."

Siehe auch: http://www.nikebiz.com/media/beijing/features/Flywire.html

Wieder ein Beispiel dafür, dass es sich lohnen kann, über den eigenen Tellerrand zu schauen und verfügbares Wissen aus fremden Branchen zu adaptieren.

Jun 07
2010

Zitat des Fraunhofer-Chef Bullinger: "Firmen müssen sich radikal verändern"

Erstellt von: Carmen Siegeler in in Entrepreneurship 2.0

Carmen Siegeler
Vielen deutschen Unternehmen fehlt die Fantasie und der unbeugsame Siegeswille um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, klagt Fraunhofer-Präsident Hans-Jörg Bullinger.

Im Handelsblatt-Interview verrät er, wie Unternehmen auf dem Weltmarkt innovativer werden können.

Einige interessante Zitate aus dem Interview:

  • Wettbewerbsvorsprünge hängen eben nicht nur von unseren brillanten Erfindungen ab, sondern davon, ob wir überlegene Geschäftsmodelle haben.
  • Der Kunde will heute eine Gesamtlösung mit Zusatznutzen. Mit dem Produkt wird immer mehr Emotion verkauft. Selbst Maschinenbauer beschäftigen heute Designer, die über Farbkonzepte und Formen ihrer Maschinen nachdenken.
  • Zu einer guten Innovationskultur aber gehören Vertrauen, Freiheit und Offenheit.
  • Zu den Erfolgreichen gehört nur, wer Innovation besser managt. Entwicklung und Marketing müssen viel enger zusammenwachsen.
  • Unternehmen müssen generell bereit sein, Wertschöpfungstiefe abzugeben - auch in der Forschung und Entwicklung. Stichwort: Open Innovation.


Das vollständige Interview ist zu lesen unter:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/specials/_b=2589331,_p=755,_t=ftprint,doc_page=0;printpage

 

Apr 27
2010

nachhaltig:innovativ - Das Deutsch-Brasilianische Wissenschaftsjahr

Erstellt von: Carmen Siegeler in in Entrepreneurship 2.0

Carmen Siegeler

"nachhaltig:innovativ" - unter diesem Motto finden im Rahmen des Deutsch-Brasilianischen Jahr der Wissenschaft, Technologie und Innovation 2010/11 zahlreiche Aktivitäten in beiden Ländern statt. Das Ziel ist, neue Impulse zu setzen für die Wirtschafts- und Forschungskooperation beider Länder.

Die Schwerpunkte der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung, Entwicklung und Technologie liegen bisher in der Ressourcen- und Umweltforschung. Dies soll nun auf andere Innovations- und Technologiethemen ausgeweitet werden. Gleichzeitig sollen auch Unternehmen noch mehr eingebunden werden, um Zukunftsmärkte zu erschließen. 

Weitere Informationen finden Sie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung unter http://www.hightech-strategie.de/de/1831.php

 

 

Apr 15
2010

World Intellectual Property Day am 26.4.2010

Erstellt von: raida in in Innovationsmanagement allgemein

raida

Wußten Sie schon, dass das weltweite Patentwesen sich jährlich am 26.4. selbst feiert? Die World Intellectual Property Organization (WIPO) hat den Tag im Jahre 2001 eingeführt, um die vielen Innovatoren und Erfinder in unserer Welt zu ehren, die die Entwicklung und Veränderung unserer Gesellschaft mit Ihren Ideen und den resultierenden Innovationen aktiv mitgestalten. Es wurde der 26.4. gewählt, weil an diesem Tag im Jahre 1970 die WIPO gegründet wurde.

Interessant ist, dass der Tag jedes Jahr unter einem neuen Motto steht:

  • 2001 - Creating the Future Today
  • 2002 - Encouraging Creativity
  • 2003 - Make Intellectual Property Your Business
  • 2004 - Encouraging Creativity
  • 2005 - Think, Imagine, Create
  • 2006 - It Starts With An Idea
  • 2007 - Encouraging Creativity
  • 2008 - Celebrating innovation and promoting respect for intellectual property
  • 2009 - Green Innovation
  • 2010 - Innovation - Linking the World

Das diesjährige Motto finde ich besonders schön, da es impliziert, dass das Ganze mehr ist als die Summe der Teile. Genau dies trifft auch für Open Innovation zu - so let's link together.

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Autoren

Jörg Walter

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TMG Karlsruhe

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Carmen Siegeler 

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