An-/Abmelden

Der Blog zum Innovationsmanagement

News, Gedanken, Tipps und Information zum Innovationsmanagement im allgemeinen und zu Open Innovation im speziellen.

Tag >> Innovationsnetzwerk
Jan 07
2010

3M startet Ideen- und Innovationsportal

Geschrieben von Jörg Walter in Open Innovation, Innovationsnetzwerk, 3M

Jörg Walter

100 Ideen und 3 ausgearbeitete Innovationskonzepte innerhalb von 30 Tagen, das ist das Versprechen von 3M mit seinem neuen Ideen- und Innovationsportal Zukunft-Innovation.

Gestartet ist das Innovationsportal im November 2009 mit dem Launch der Internetseite. Derzeit wird wohl noch an der Plattform selbst gearbeitet, so dass noch keine Ideen gesucht und gegeben werden können. Alle Interessenten können sich jedoch auf der Internetseite Zukunft-Innovation.com registrieren, oder sich mit Informationen in Facebook oder Twitter auf dem Laufenden halten.

Konzipiert ist das Portal als Dienstleistung für Unternehmen, die Ideen für bestimmt Problemstellungen suchen. So verspricht der kurze Film, der das Innovationsportal beschreibt, die Möglichkeit Produkte konzeptionell, technisch oder gestalterisch weiterzuentwickeln.

Besonders interessant finde ich die Möglichkeit technische Lösungen zu finden. Bestehende Ideenportale kümmern sich derzeit im Wesentlichen auf Anwendungsideen (also neue Ideen im Sinne der Anforderungen) und weniger auf technische Lösungsfindung. Auch das Versprechen ausgearbeitete Innovationskonzepte zu liefern legt nahe, dass zusätzlich ein Team von Experten hinter der Plattform steht, die sich dann mit den gefundenen Ideen weiter beschäftigen.

Ich bin gespannt, wie es mit Zukunft-Innovation weiter geht und werde die Plattform natürlich für Sie weiter verfolgen.

Dez 14
2009

Ein etwas anderes Innovationsnetzwerk: Modell Hohenlohe beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Geschrieben von Jörg Walter in Nachhaltigkeit, Innovationsnetzwerk, Energieeffizienz

Jörg Walter

Als Innovationsnetzwerk würde man das Modell Hohenlohe e.V. auf den ersten Blick wohl nicht bezeichnen. Wenn man genauer hinschaut, dann erfüllt es jedoch alle Kriterien:

  • Viele unterschiedliche Unternehmen, teilweise sogar Wettbewerber, engagieren sich und arbeiten zusammen
  • Erarbeitetes Wissen wird unter den Netzwerkpartnern gleichberechtigt geteilt
  • Transparenz, Offenheit und Vertrauen prägen die Zusammenarbeit

Worum geht es? In der Region Hohenlohe in Baden-Württemberg hat sich ein Netzwerk von Unternehmen gebildet, das sich mit der Thematik des nachhaltigen Wirtschaftens, der Energieeffizienz und deren Umsetzung im betrieblich Umfeld beschäftigt. Insgesamt sind mehr als 120 Unternehmen beteiligt, darunter so namhafte wir Würth Elektronik und ebm-Papst. Im Mitgliederverzeichnis finden sich jedoch nicht nur große Firmen, sondern auch kleine, teilweise handwerklich geprägt Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern.

In mehreren Arbeitskreisen werden regelmäßig die Themen Energie, Abfall und Umwelt, Sicherheit und Gesundheit bearbeitet. Hinzu kommt die Beteiligung an Projekten, wie z.B. dem Know-How-Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, oder dem Projekt BE SMARTER, bei dem es darum geht eine E-Learning Lösung für den Aufbau von Umweltmanagementsystemen aufzubauen.

Insgesamt eine sehr interessante Initiative, die zeigt wie durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Unternehmen einen Mehrwert für jeden Einzelnen erzielt werden kann. Ist das nicht eines der Kernanliegen von Open Innovation?

Jan 16
2009

OECD Studie: Trend geht zu offenen Innovationsstrukturen in globalen Netzwerken

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Studie, Produkte, Pharma, Open Innovation, OECD, Luftfahrt, Kunde, Konsumgüter, Innovationsnetzwerk, Hochschulen, Forschung und Entwicklung, Elektronik, Deutschland, Chemie, Automobilindustrie

Frank Pfeiffer

In einer aktuellen Studie zu Open Innovation im globalen Umfeld kommt die OECD und Experten verschiedener Länder zum Ergebnis, dass neue Produkte und Dienstleistungen zu kreieren, für Unternehmen immer teurer und gleichzeitig riskanter wird. Befragt wurden 59 Unternehmen aus zwölf Ländern (Belgien, Deänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Japan, Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweiz und Russland), wobei der Schwerpunkt auf Großunternehmen mit Hightech-Fokus lag. Neue und alte Erkenntnisse der Wissenschaft zum Innovationsmanagement geben einen Überblick zum Themenfeld Open Innovation und runden die Studie ab.

Seit Mitte der 1980er, und in der letzten Dekade besonders stark, gehen immer mehr Unternehmen dazu über zum Zeck der Innovation zu kooperieren. Produktionsbetriebe und Dienstleister werden nach der Studie ihr Angebot künftig noch stärker in Kooperation mit ihren Zulieferern und Kunden und entwickeln.

Gleichzeitig belegt die Studie aber auch, dass die Bereitschaft der Unternehmen mit ihren Kunden zusammen zu arbeiten, aktuell im internationalen Vergleich recht unterschiedlich ausgeprägt ist: In Finnland beträgt die Quote 93 %, in Spanien 23 %. Deutschland liegt mit 51 % im Mittelfeld.Zur Spitzengruppe zählt Deutschland, wenn es um Partnerschaften mit Hochschulen geht: 53 % der Unternehmen haben bereits entsprechende Erfahrungen gemacht. Andere öffentliche und private Forschungseinrichtungen sowie Zulieferer und Konkurrenten spielen als FuE-Partner derzeit nur eine Nebenrolle.

"offene Innovation" ist nach den Ergebnissen der Studie für die meisten der Befragten bisher lediglich ein zusätzliches Geschäft. Fast drei Viertel der Unternehmen investieren rund 80 % ihres gesamten FuE-Etats in hausinterne Tätigkeiten, insbesondere aus Angst im Hinblick auf den Schutz vielversprechender Neuentwicklungen. Der Grad der Offenheit den Unternehmen im Innovationsprozess verfolgen, hängt von diversen Faktoren ab: z.B. Bedeutung / Potential der zu entwickelnden Technologie, Unternehmensgröße und Charakteristika der Industrie.

Die Dynamik des Wissens, die kurzen technologischen Lebenszyklen, der globale Wettbewerb zwingen einige Branchen besonders stark zur "offenen Innovation". Betroffen nach Studie der OECS sind vor allem Telekommunikation, Elektronik, Pharma und Chemie. Die Fahrzeugindustrie, die Luftfahrt und die Produzenten schnelllebiger Konsumgüter geraten laut OECD aber ebenfalls verstärkt unter Druck.

Die Globalisierung hat die Anzahl möglicher Partner für deutsche Unternehmen drastisch erhöht. Noch konzentrieren sich die FuE-Investitionen Deutschlands gemäß der Studie auf die USA, die EU und Japan. Doch es wäre ein Fehler in diesen Zusammenhang zukünftig nicht das Potential von China, Indien und Russland zu nutzen. Mit ihren relativ gut entwickelten Bildungssystemen produzieren China, Indien und Russland zahlreichen wissenschaftlichen Nachwuchs bei niedrigen Löhnen. In 2006 gab es laut OECD in China bereits 1,2 Mio. Forscher, in der ganzen EU waren es 1,3 Mio.

Knapp 70 % der befragten Unternehmen beabsichtigten daher, mehr FuE-Aktivitäten ins Ausland - und insbesondere in diese Länder - zu verlagern. Vor allem internationale Konzerne verfolgen eine radikale Strategie der Internationalisierung von F&E, wobei die Nähe zu wichtigen Märkten und ausgelagerten Produktionsstätten als entscheidend bewertet wird.

Dez 11
2008

OECD: Trend geht zu offenen Innovationsstrukturen in globalen Netzwerken

Geschrieben von Frank Pfeiffer in Zulieferer, Wissenschaft, Unternehmen, Trend, Studie, OECD, Kooperation, Innovationsnetzwerk, Innovation, Forschung und Entwicklung, Deutschland

Frank Pfeiffer
Eine aktuelle englischsprachige OECD-Veröffentlichung kommt zum Ergebnis, dass Unternehmen wissensintensive Funktionen wie Forschung und Entwicklung zunehmend internationalisieren und im Rahmen globaler Netzwerke mit unterschiedlichen externen Akteuren verfolgen. Die Studie analysiert diesen Trend und gibt Empfehlungen für Unternehmen, Wissenschaft und Politik.

Der Bericht unter dem Titel "Open Innovation in Global Networks" stützt sich neben der Auswertung von Innovationsumfragen und Patentstatistiken auf eine Reihe von Fallstudien zu Unternehmen. Insgesamt wurden 59 Unternehmen in 12 Ländern (Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Japan, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweiz und Russland) von nationalen Experten untersucht. In die Untersuchung mit einbezogen wurden große Unternehmen und KMUs sowie Industrieunternehmen und Dienstleister.

Die zentralen Ergebnisse der Studie sind:

  • Hauptgrund für Unternehmen, FuE-Einrichtungen im Ausland anzusiedeln, ist die Nähe zu großen und wachsenden Märkten.
  • Zulieferer und Kunden sind die begehrtesten Innovationspartner: obwohl Universitäten und öffentliche Forschungsinstitutionen als wichtige Wissensquellen gelten, sind sie nur an einem kleineren Teil der Kooperationen beteiligt.
  • Große Unternehmen kooperieren deutlich häufiger als KMUs mit externen Innovationspartnern.
  • Innovationspartnerschaften sind sowohl für Industrie- als auch für Dienstleistungsunternehmen wichtig. Allerdings gibt es branchenspezifische Unterschiede: Chemie, Arzneimittel und Informations- und Kommunikatonstechnologien sind in Bezug auf offene Innovation führend.
  • Diebstahl geistigen Eigentums wird als die größte Gefahr für globale Innovatonsnetzwerke gesehen.
    KMUs, die typischerweise weniger Expertise in diesem Bereich haben, sind bei der Kooperation mit großen Unternehmen am stärksten gefährdet.

Zu den wichtigsten Schlussfolgerungen für die Politik gehört, dass Forschungs- und Innovationspolitik nicht länger ausschließlich auf nationaler Ebene gestaltet werden kann. Politik sollte die Entwicklung von internationalen Clustern und Netzwerken der Spitzenklasse fördern. Daneben sollten nationale FuE-Programme auf der Basis gegenseitiger Abkommen für ausländische Kooperationspartner geöffnet werden.

Zu den Empfehlungen für Unternehmen zählt, dass die Nutzung externer Wissensquellen in Unternehmensstrategien mit einbezogen werden sollte. Weiterhin müssen Unternehmen einen räumlich mobilen Personalbestand aufbauen, der auch in der Lage ist, in wechselnden sektor- und grenzüberschreitenden Netzwerken zu arbeiten. Besondere Aufmerksamkeit gebührt dem Schutz geistigen Eigentums.

Autoren

Jörg Walter

Jörg Walter

TMG Karlsruhe

XING

Carmen Siegeler 

Carmen Siegeler 

TMG Karlsruhe

XING

Carmen Siegeler

Joachim Raida

TMG Karlsruhe

XING

Tags

2009 3M 6-3-5-Methode Aachen Absolventen Aluminium Apple Automobil Automobilindustrie Award Bauerfeind Berater-Pool Biotechnologie Bombardier Bosch Brainfloor.com Brainstorming Buch Business Innovation CeBIT Chancen Chemie Cluster Community Connectainnova Crowd Sourcing Daimler de Bono Denkhüte Deutschland Dänemark Elektronik Elektrotechnik Elektrowerkzeuge Endkonsument Energie Energieeffizienz Erfindungen Ergebnis Europa Faserverbunstoffe Feuer Forschung und Entwicklung Forum Fragebogen Fraunhofer IAO Fraunhofer-Institut Gesundheit Getränke Gewinner Goldene Regeln Good Practice Green Tech Green-IT Henry Chesbrough Hochschule Hochschulen IBM Ideen Ideenfindung Ideenplattform Ideenwettbewerb IHK Individualität Innoget Innovation Innovationsbedingungen Innovationserfolg Innovationsfähigkeit Innovationskraft Innovationsmanagement Innovationsmanager Innovationsnetzwerk Innovationsportal Innovationsprozess Innovativ.in Intel Internet Internetseite Investitionsgüter iPhone Jeff Howe Klima Kommunikation Kongress Konsumgüter Kooperation Kreativität Kreativitätsmethode Kreativitätstechnik Kreativitätstechniken Kultur Kunde Kundenintegration Lean Management Luftfahrt Lösungen Maschinen- und Anlagenbau Material Medizintechnik Microsoft Mitarbeiter Nachhaltigkeit netStart Netzwerk OECD offene Innovationsstrukturen Open Innovation Open Lab Open Source OpenInnovators.de Patent Patente Pharma Plattform Politik Produkt Produkte Produktentwicklung Rahmenbedingungen Rocher RWTH SAP SAPiens Schutz geistigen Eigentums Schweiz Schweißen Seminar Stahl Studenten Studie Studiengang Technologie Toolkit Toolkit for Innovation Toolkit for User Design Trend Umfrage Umwelt Universität Unternehmen Video Web 2.0 Wettbewerbsfähigkeit Wirtschaft Wissen Wissenschaft Wissenschaftler Zuginterieur Zukunftsfähigkeit Zulieferer Österreich